Parodontitistherapie

Statistisch gesehen haben 65% der erwachsenen Bevölkerung ein parodontal vorgeschädigtes Gebiss. Parodontitis ist eine durch Zahnbeläge verursachte entzündliche Erkrankung des Zahnhalterapparates und nicht nur für Ihre Zähne gefährlich. Bakterien aus den Zahnfleischtaschen werden über die Blutbahn abgeschwemmt, zirkulieren im Körper und können damit andere Allgemeinerkrankungen (mit)- verursachen. Erste Symptome sind Blutungen, Rötungen und Schwellungen. In weitern Stadien kommt es zu Rückgang des Zahnfleisches und zum Abbau des Kieferknochen. Oft hat ein Patient keine Schmerzen und ist sich seiner Erkrankung gar nicht bewusst. Unbehandelt führt das jedoch im schlimmsten Fall zum Zahnverlust. Bei rechtzeitiger Diagnose stellt die professionelle Zahnreinigung (PZR) ein zuverlässiges Mittel dar, diese Spätfolgen zu verhindern und eine Ausheilung zu erreichen. In fortgeschrittenen Stadien muss gegebenenfalls weiterführend vorgegangen werden. Wie läuft die Behandlung ab? Zunächst werden die Zahnfleisch- und Knochentaschen sowie die Wurzeloberfläche unter lokaler Betäubung mechanisch gründlich gereinigt und geglättet. Dadurch werden die harten (Zahnstein) und weichen Beläge (Plaque) unter dem Zahnfleisch entfernt und die Bakterienzahl reduziert. Anschließend wird die Bakterienzahl in den Zahnfleischtaschen durch eine Kombination von Ultraschallbehandlung und Handinstrumenten sowie durch den Einsatz einer Speziallösung schonend und nachhaltig reduziert. Mit Hilfe des Dentallasers kann in den meisten Fällen auf ein operatives Vorgehen verzichtet werden. Die Behandlung umfasst einen Zeitraum von zwei bis vier Wochen, danach müssen in engmaschigem Recall professionelle Zahnreinigungen durchgeführt werden, um den Behandlungserfolg zu stabilisieren. Zusätzliche Informationen finden Sie unter Wikipedia: Parodontitis.